Corona-Soforthilfe: Pfändung unzulässig

Das Finanz­ge­richt Müns­ter hat in einem Ver­fah­ren des einst­wei­li­gen Rechts­schut­zes ent­schie­den, dass die Pfän­dung eines Kon­tos, auf dem auch Zah­lun­gen aus der Coro­na-Sofort­hil­fe ein­ge­hen, unzu­läs­sig ist.

Das Finanz­amt hat­te wegen Steu­er­for­de­run­gen aus der Zeit vor dem 1. März 2020 eine Kon­to­pfän­dung aus­ge­bracht und dabei auch auf dem Kon­to ein­ge­gan­ge­ne Gel­der der Coro­na-Sofort­hil­fe mit gepfän­det. Die Sofort­hil­fe dient aber nicht, so das Finanz­ge­richt, der Befrie­di­gung von Gläu­bi­ger­an­sprü­chen aus der Zeit vor dem 1. März 2020 son­dern aus­schließ­lich der Mil­de­rung der finan­zi­el­len Not­la­ge, die durch die Coro­na-Pan­de­mie ein­ge­tre­ten ist (FG Müns­ter 13. Mai 2020 – 1 V 1286/20 AO – Pres­se­mit­tei­lung 11 vom 19. Mai 2020).