Verwertungsverbot bei Überwachung durch Keylogger-Software

von: Rechtsanwalt Karsten Matthieß

Eine Keylogger-Software ermöglicht, alle Tastatureingaben an einem PC zu erfassen und aufzuzeichnen. Setzt ein Arbeitgeber eine solche Software an einem dienstlichen PC zur verdeckten Überwachung eines Mitarbeiters ein, ist dies nach § 32 Abs. 1 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) unzulässig, wenn kein auf den Arbeitnehmer bezogener, durch konkrete Tatsachen begründeter Verdacht einer Straftat oder einer anderen schwerwiegenden Pflichtverletzung besteht. Die Erkenntnisse, die der Arbeitgeber aus einem unzulässigen Einsatz einer solchen Software gewinnt, sind in einem gerichtlichen Verfahren nicht verwertbar. Dies hat das BAG mit Urteil vom 27. Juli  2017 (Az. 2 AZR 681/16) entschieden.

Zurück