Die D&O-Versicherung schützt nicht alles!

von: Rechtsanwältin Karla Graupner

Die Haftung eines Geschäftsführers für insolvenzrechtswidrig geleistete Zahlungen aus § 64 GmbHG ist nicht vom Versicherungsschutz einer D&O-Versicherung umfasst. Dies entschied das Oberlandesgericht Düsseldorf am 20. Juli 2018 (Az. I 4 U 93/16). Das Gericht vertritt die Auffassung, dass es sich bei § 64 GmbHG nicht um einen Anspruch auf Schadensersatz wegen eines Vermögensschadens der Gesellschaft handeln würde, der grundsätzlich versichert wäre. Die Vorschrift sei vielmehr als Ersatzanspruch eigener Art zu verstehen, der allein dem Interesse der Gläubiger des insolventen Unternehmens diene.

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